Die stille Macht. Lobbyismus in Deutschland

Immer öfter legen gegenwärtig die Stillen im Lande ihre Zurückhaltung ab. Kaum wird eine Reform angekündigt, melden sich Interessengruppen und bauen ihre Drohpotenziale auf. Dies können andere Akteure in der Politik oft sogar vermeiden, die sogenannten Lobbygruppen. Sie verstehen es, bereits im Vorfeld wichtiger Entscheidungen auf geräuschlose Weise Macht auszuüben.

Am Gesundheitsbereich, einer der größten Reformbaustellen, ist das deutlich zu studieren. Hier sind es nicht die Gewerkschaften, die sonst immer als lobbyistische Blockierer hingestellt werden. Die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt sieht im Widerstand der Lobbyistengruppen der Pharmaindustrie, der Kassenärztlichen Vereinigungen, der Apotheker Versuche, den status quo zu zementieren und die Vorteile der eigenen finanzkräftigen Klientel zu sichern.

Ähnliche Tendenzen gibt es auch in anderen Bereichen. Die Einführung des Pfands auf Getränke brachte die unterschiedlichen Lobbygruppen der Dosenindustrie und der großen Getränkehersteller auf den Plan. Nichts geht gegen und auch nichts mit ihnen. …

Quelle / Link: Die stille Macht. Lobbyismus in Deutschland 

Dieser Beitrag wurde unter Sachbücher, Wissenschaftliche Arbeiten abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar