Paradigmenwechsel im Management Consulting #2

Von Ralf Keuper

Ähnlich wie Jay Deragon sehen auch Hans V.A. Johnsson und Per Erik Kihlstedt einen Paradigmenwechsel in der Art, wie sich Wertschöpfung in Zukunft vollzieht.  In ihrer Decleration of Interdependence betonen, sie dass Wertschöpfung das Ergebnis von “Minds in interaction” wie z.B. in Forschung, Innovation und Kommunikation. Nur so können Unternehmen rechtzeitig auf die Turbulenzen, Unvorhersehbarkeiten in der Umwelt reagieren.

Hauptziel ihrer Kritik ist dabei das (interne) Rechnungswesen der Unternehmen, das einen Blick über den Tellerrand verhindere. Dadurch wird in den Unternehmen einer Haltung Vorschub geleistet, die davon ausgeht, dass sich die Wertschöpfung – im Wesentlichen – innerhalb der Grenzen des eigenen Unternehmens, des eigenen Einflussbereiches, vollziehe – ein gefährlicher Trugschluss, wie Kihlstedt und Johnsson meinen. Die eigentliche Bedrohung für das Fortbestehen eines Unternehmens kommt von Außen. Kein Wunder also, dass Kihlstedt und Johnsson mit ihrem Beratungsansatz des Baseline Reporting das Ziel verfolgen, die Handlungsfreiheit des Unternehmens (Freedom to act) zu sichern – für sie das ultimative Ziel jeglicher Unternehmensstrategie. Um das Unternehmen manövrierfähig zu halten, müssen die Beziehungen zur Außenwelt ständig überprüft werden. Hierfür haben sie eine Klassifikation der Beziehungen, Levels of Relationships, entworfen. Ihrer Ansicht nach lassen sich die strategisch relevanten Interd…

Dieser Beitrag wurde unter Sonstiges veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar