“Structure Is Not Organization” von Robert H. Waterman, Tom Peters und Julian R. Phillips

Von Ralf Keuper
 
Wer den Artikel Structure Is Not Organization von Robert H. Waterman, Tom Peters und Julien R. Phillips gelesen hat, kann sich die Lektüre des Klassikers Auf der Suche nach Spitzenleistungen fast sparen. 
Denn Waterman, Peters und Phillips skizzieren schon hier das Grundgerüst für die spätere Buchpublikation, deren weltweiter Erfolg Tom Peters zum Star der Beratungsszene machte.

Das große, bleibende Verdienst des Artikels ebenso wie des Buches, bei aller berechtigten Kritik, ist, dass es die ersten Veröffentlichungen waren, die die Bedeutung der sog. “weichen” Faktoren für den Unternehmenserfolg hervorgehoben haben.
 
Unter Verweis auf die Arbeiten von Karl Weick und James G.  March, ließen Waterman, Peters und Philipps keinen Zweifel daran, dass eine Organisation nur unzureichend durch Organigramme und Verfahrensregelungen repräsentiert wird.

Dem Glauben an die Rationalität im dem Sinn, dass das Verhalten der Organisation plan- und berechenbar ist und sich das gewünschte Verhalten durch entsprechende Strukturen quasi von selbst einstellt, erteilten die Autoren eine Absage.

Nachdem sie die Defizite der bisherigen Betrachtungsweise von Organisationen diagnostiziert hatten, stellten die Autoren ihren Lösungsrahmen vor, der als 7S-Modell in die Geschichte der Wirtschaftsliteratur eingegangen ist.  

Das führte die Autoren dann auch zu einer für die damalige Zeit neuen Definition der Unternehmensstrategie: 

By “strategy” we mean those actions that a company plans in response to or anticipation of changes in its external environment- its customers, its competitors. Strategy is the way a company aims to improve its position vis-a-vis competition-perhaps through low- cost production or delivery, perhaps by pro- viding better value to the customer, perhaps by achieving sales and service dominance. It is, or ought to be, an organization’s way of saying: “Here is how we will create unique value.” 

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