McKinsey auf Abwegen?

Von Ralf Keuper

Die Strategieberatung McKinsey wurde in den letzten Monaten in einen Skandal verwickelt, der das Ansehen des Unternehmens bereits schwer beschädigt hat, wie u.a in KPMG und McKinsey im Korruptionsstrudel in Südafrika und McKinsey, KPMG accused of criminal breaches over South Africa Gupta scandal berichtet wurde. Als Reaktion darauf kündigten u.a. Coca Cola und SAP bis auf weiters die Zusammenarbeit mit McKinsey (Vgl. dazu: Vgl. dazu: Coca-Cola gibt McKinsey den Laufpass).

Im Jahr 2011 wurde McKinsey von einem Skandal erschüttert, der die Reputation des Unternehmens bis heute stark in Mitleidenschaft gezogen hat, worüber u.a. die Financial Times ausführlich in Inside McKinsey berichtete.  Im Zentrum stand seinerzeit der langjährige McKinsey-Chef Rajat Gupta, der wegen Insiderhandels zu einer Haftstrafe verurteilt wurde. Momentan versucht Gupta in die Wirtschaftswelt zurückzukehren, was jedoch noch nicht so recht gelingen will (Vgl. dazu: Rajat Gupta struggles to restore his reputation: report).

Aktuell hat McKinsey ein weiteres, bislang kaum bekanntes Problem: Man weiss nicht, wohin man die 85 Millionen Dollar, die man bei dem strittigen Geschäft mit dem staatlichen Energieversorger Eskom und einem lokalen Partner namens Trillian Capital verdient hatte, überweisen soll (Vgl. dazu: McKinsey unclear how to repay South Africa scandal fees). 

Wie u.a. die FAZ in Wohin mit 68 Mio. Euro? vom 6.03.18 berichtete, will McKinsey die Rückzahlung nicht als Schuldeingeständnis verstanden wissen:

McKinsey hat die Vorwürfe stets bestritten, aber schließlich einer Rückzahlung des eigenen Honorars zugestimmt. Dies geschehe jedoch nicht, “weil wir etwas falsch gemacht haben, sondern weil uns Eskom mitgeteilt hat, dass der ordnungsgemäße Vergabeprozess nicht eingehalten wurde”.

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