Prozess als stilbestimmender Faktor (Herbert A. Simon)

Wenn wir uns an den Entwurf so komplexer Systeme wie Städte, Gebäude oder Volkswirtschaften machen, müssen wir davon Abstand nehmen, Systeme schaffen zu wollen, die eine hypothetische Nutzenfunktion optimieren; wir müssen uns fragen, ob Stilunterschiede der erwähnten Art nicht eher als erwünschte Varianten des Entwurfsvorgangs zu betrachten sind denn als Alternativen, die mit “besser” oder “schlechter” bewertet werden. Vielfalt innerhalb der Grenzen des Zufriedenstellenden kann ein Ziel für sich sein, unter anderem weil sie erlaubt, der Suche selbst ebenso wie ihrem Ergebnis einen Wert beizumessen – den Entwurfsvorgang selbst als eine Tätigkeit betrachten, die für alle Beteiligten einen Wert besitzt.

Quelle: Die Wissenschaft vom Künstlichen

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