Systemisches Management, Evolution, Selbstorganisation von Fredmund Malik

Von Ralf Keuper

Obwohl schon seit Jahren etabliert, hat es die Lehre des Systemischen Mangements, wie sie von Fredmund Malik und der >St. Galler Schule< vertreten wird, hierzulande schwer, sich gegenüber den verschiedenen Managementmoden Gehör zu verschaffen.

So stehen viele der Grundannahmen des Systemischen Managements im krassen Widerspruch zu dem noch immer weit verbreiteten Gedanken des “Shareholder Value”. Als einer der vehementesten Kritiker in Europa an dieser, seiner Meinung nach extrem eindimensionalen Sichtweise, gilt Fredmund Malik, der inzwischen auch als der prominenteste Vertreter des Systemischen Managements gilt.

Das vorliegende Buch (vollständiger Titel: Systemisches Management, Evolution, Selbstorganisation – Grundprobleme, Funktionsmechanismen und Lösungsansätze für komplexe Systeme), das eine Sammlung verschiedener Artikel und Aufsätze von Malik zu dem Thema Systemisches Management enthält, gewährt einen guten Einblick in die Grundzüge des Systemischen Managements bzw. der evolutionären Managementlehre.

Deren zentraler Ausgangspunkt ist die Interpretation von Unternehmen als komplexe Systeme, die sich in einer ebenfalls komplexen Umwelt zurecht finden bzw. überleben müssen. Hierzu kann die Führung eines Unternehmens sich nicht nur auf die Wirksamkeit der eigenen Entscheidungen stützen, sondern muss vielmehr die verschiedenen Abhängigkeiten und unvorhersehbaren Seiteneffekte so weit wie möglich in ihre Überlegungen mit einbeziehen. Damit verbunden ist der Abschied von der Vorstellung, ein Unternehmen vollständig kontrollieren und steuern zu können, was sich am besten am Beispiel der Defintion des englische…

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