Zusammenfassung der zehn Denkschulen des strategischen Managements

Überblick

Mintzberg unterscheidet zehn Denkschulen der Strategieentwicklung, die er in drei Kategorien gruppiert: präskriptive Schulen (wie Strategie formuliert werden sollte), deskriptive Schulen (wie Strategie tatsächlich entsteht) und eine integrative Schule. Seine durchgängige Kritik richtet sich gegen die künstliche Trennung von Denken und Handeln, von Formulierung und Implementierung.


Die präskriptiven Schulen

1. Designschule

Kernidee: Strategieentwicklung als bewusster Konzeptionsprozess

Die Designschule behandelt Strategieentwicklung primär als gedankliche Leistung – Führungskräfte sitzen am Tisch, diskutieren Stärken, Schwächen und Kompetenzen wie Studenten in einer Fallstudien-Vorlesung.

Zentrale Kritik:

Das Erkenntnisproblem: Kann eine Organisation ihre Stärken wirklich kennen, bevor sie sie erprobt hat? Kompetenzen sind kontextabhängig – was in einer Situation Stärke ist, erweist sich anderswo als Schwäche.

Das Lernparadox: Jede strategische Veränderung bedeutet einen Schritt ins Ungewisse. Eine Supermarktkette stellte bei der Diversifikation fest, dass Diskontläden scheiterten, während Fast-Food-Restaurants – oberflächlich unpassend – erfolgreich waren. Die Entdeckung, „in welchem Geschäft wir tätig sind“, erfordert Testergebnisse und Erfahrungen.

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