„Innovators“ von John Diebold

Von Ralf Keuper

Unter den zahlreichen Veröffentlichungen zum Thema Innovation ragt das Buch Innovators von John Diebold trotz seines Alters immer noch deutlich hervor. John Diebold war Berater und Ingenieur in einem. In seinem bekanntesten Buch Automation beschrieb er bereits 1952 die Vernetzung von Computern und Unternehmen.

Although he was only 26 when he wrote his first book, Automation, published by Van Nostrand in 1952 based on his studies at the Harvard Business School, independent research and ever-persistent curiosity about the whole field of technology, he originated many of the concepts of data processing and utilization that are accepted today in both automation and management. This book was reissued unchanged on its 30th anniversary as a “management classic” by the American Management Association. He is credited with coining the word automation in its present meaning, and had much to do with introducing it to general usage. (Quelle: Wikipedia)

Sein Beratungsunternehmen, Diebold Group, verkaufte er im Jahr 1991 an Daimler-Benz.

In Innovators nun stellt Diebold die wesentlichen Erfindungen der letzten Jahrzehnte (das Buch erschien 1991), ihre Durchsetzung am Markt und ihre Perspektiven vor. Darunter:

  • Transistorentechnik
  • Federal Express
  • Zyklosporin
  • Scotchgard
  • Xerographie
  • Lasertechnik
  • Faseroptik
  • Mevacor
  • Geldautomaten
  • Videotechnik
  • Biotechnologie
  • Supraleitung
  • Genmapping
  • Künstliche Intelligenz

Im Vorwort schreibt Diebold über seine Motivation:

Eine Innovation kommt in vielen Aufmachungen daher, und machmal wird sie durch völlig unerwartete Ereignisse hervorgerufen. Dieses Buch schildert solche Augenblicke zufälliger Entdeckung und auch die begeisternden Geschichten von genialen Menschen, die als ihre eigenen Versuchskaninchen fungierten, sich über anerkannte Theorien hinwegsetzten und bei nur minimaler Unterstützung durch das Management alle Hindernisse überwanden, um bedeutende Durchbrüche zu erreichen, die auch ihrem Namen Ruhm einbrachten und neue Möglichkeiten für ihre Firmen schufen. „Innovators“ dokumentiert auch die frühen Anstrengungen von heute mächtigen Gesellschaften, deren Leiter an Träume glaubten und diese Träume auch zu realem Erfolg führten. Neuerung erfordert aber auch Willen und Können, und dieses Buch untersucht auch Firmen, die wegen ihre Neuerungen mächtig und berühmt wurden – nur um dann in den Niedergang zu verfallen, wenn der so erworbene Wohlstand zum Verlust des klaren Blickes und zum Wachstum um des Wachstums willen führte.

Von ungebrochener Aktualität sind die Kapitel Lasertechnik und Der Siegeszug der Faseroptik. Letztere, auch häufig als Photonik bezeichnet, gilt in der deutschen Industrie als die derzeit vielversprechendste Technologie der nächsten Jahre. Die Photonik wird die deutsche Industrie revolutionieren.

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