“Everything for Sale: The Virtues and Limits of Markets” von Robert Kuttner

Von Ralf Keuper

In seinem Buch Everything for Sale. The Virtues and Limits of Markets aus dem Jahr 1997 setzte sich Robert Kuttner kritisch mit dem, insbesondere in den USA, weit verbreiteten Glauben an die (Selbst-) Heilungskräfte des Marktes auseinander, der ja seit einiger Zeit  einer harten Prüfung ausgesetzt ist. Kernbotschaft ist die Annahme, dass der Markt nicht nur der geeignete Steuerungs- und Allokationsmechanismus für die Wirtschaft an sich ist, sondern auch auf andere Bereiche, wie soziale und staatliche Institutionen erfolgreich angewendet werden kann.

Kuttner weist nun anhand vieler Beispiele nach, dass der ideale Markt, wenn überhaupt, nur in den Modellen seiner Verfechter perfekt funktioniert. Einen Strich durch die Rechnung machen den Modellen nicht nur staatliche Eingriffe, sondern auch externe Effekte (z.B. Technologie, Innovationen, Umwelteinflüsse, Kartellbildung, Lobbyismus etc). Auch ist die Politik seiner Ansicht nach keinesfalls nur auf die Rolle des Zuschauers oder bestenfalls Moderators beschränkt.

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