“Steinway & Sons. Eine Familiengeschichte um Macht und Musik” von Richard Lieberman

Von Ralf Keuper

Im Jahr 1835 eröffnete Heinrich Engelhard Steinweg in Seesen im Harz eine Klavierbau-Werkstatt. Wegen ungünstiger politischer und ökonomischer Rahmenbedingungen im damaligen Deutschland beschloss Heinrich Engelhard Steinweg mit seiner Familie, mit Ausnahme seines Sohnes Theo, in die USA auszuwandern. Die Familie Steinweg ließ sich in New York nieder und änderte ihren Namen schon bald in Steinway.

Die Söhne des Unternehmensgründers zeichneten sich durch großen Erfindungsreichtum aus, insbesondere Heinrich bzw. Henry. Auf ihn geht das Steinway-System zurück, wie Richard Lieberman in Steinway & Sons. Eine Familiengeschichte um Macht und Musik schreibt:

Das sogenannte Steinway-System integrierte alle von Henry eingeführten Neuerungen: eine Großplatte mit einer Flansch, längere und schwerere, kreuzsaitig angeordnete Baßsaiten, die sich über der Mitte des Resonanzbodens auffächerten, ein freier schwingender Resonanzboden mit günstiger Steglage und eine leicht ansprechende Mechanik, die dem Spieler eine größere Kontrolle über die neue Kraft in seinen Fingerspitzen verlieh. Einiges davon war Henrys eigene Erfindung; manches hatte er weitgehend von anderen Konstrukteuren entlehnt. .. Er war der Schöpfer des modernen Klaviers, das seit 1859 nur noch unerheblich verändert wurde. Ende des 19. Jahrhunderts kopierten die meisten großen Klavierhersteller in den Vereinigten Staaten und Euro…

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