Friedrich Wilhelm Raiffeisen – Begründer des Genossenschaftswesens

Von Ralf Keuper

In diesem Jahr feiert der Gründer des Genossenschaftswesens, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, seinen 200. Geburtstag. Besonders eng ist der Name Raiffeisen hierzulande mit den Genossenschaftsbanken (Volks- und Raiffeisenbanken) verbunden, der zweitgrößten Bankengruppe.

Im selben Jahr wie Raiffeisen und nur zwanzig Kilometer entfernt wurde Karl Marx geboren, dessen 200. Geburtstag ein deutlich größeres mediales Echo erzeugt – zu Unrecht, wie nicht nur die Autoren des von der Friedrich-Wilhelm Raiffeisen Gesellschaft herausgegebenen Magazins gemeinsam meinen. Die aktuelle Ausgabe beschäftigt sich mit Leben und Wirken Raiffeisens und der Aktualität des Genossenschaftsgedankens.  Letztere ist ungebrochen; erlebt derzeit sogar eine Renaissance, wie Michael Stappel, Volkswirt bei der DZ Bank, im Interview bemerkt. Mit 22,6 Millionen Mitgliedern in fast 8.000 Genossenschaften sind die Genossenschaften die mitgliederstärkste Wirtschaftsorganisation Deutschlands. Den größten Zulauf haben derzeit Genossenschaften aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien, gefolgt von den Wohnungsgenossenschaften.

Das Heft enthält einen Auszug aus dem Beitrag Raiffeisen in seinem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld des angesehenen US-amerikanischen Wirtschaftshistorikers Timothy W. Guinnane. Der Beitrag wurde in dem Buch Raiffeisen 2018: Ökonomische Innovation – Gesellschaftliche Orientierung veröffentlicht.

Weitere Bücher über Raiffeisen, die in dem Heft vorgestellt werden:

Die neueste Genossenschaftsidee, die m.E. in den nächsten Jahren in die Realität umgesetzt wird, ist die der Datengenossenschaft.

Zur weiteren Information zwei Videos.

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